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Was ist Verhaltenstherapie?
Manche Tiere entwickeln
im Laufe ihres Lebens unerwünschte Verhaltensweisen.
Sie werden z.B. plötzlich ängstlich, aggressiv,
unsauber, lecken sich die Pfoten, können nicht gut alleine
bleiben, jagen Schatten, sind "hyperaktiv", bellen
zu viel, erscheinen "depressiv" und vieles mehr.
Genau wie körperliche Probleme kann man auch Verhaltensprobleme
behandeln. Die sog. Verhaltenstherapie bedeutet, daß
das Tier alte, unerwünschte Verhaltensweisen verlernen
soll und dafür anderes, erwünschtes Verhalten aufgebaut
wird. Dabei gilt: es ist nie zu spät, aber je früher
man etwas unternimmt, desto besser!
Ablauf der Verhaltenstherapie
Bei einem Telefonat schildern Sie, welche Probleme vorliegen.
Wir klären Ihre Fragen zum Ablauf, zu Kosten etc.. Auf
Wunsch wird dann ein Termin zu einer verhaltenstherapeutischen
Beratung vereinbart.
Bei diesem ersten Treffen (Dauer ca. 1-1,5 h) je nach
Problem in meiner Praxis oder bei Ihnen zu Hause - werden
Sie ausgiebig über Ihren Vierbeiner befragt. Das Verhalten
Ihres Tieres wird beobachtet und eventuell getestet. Dadurch
kann festgestellt werden, wie das Problem genau beschaffen
ist, und welche Ursachen in Frage kommen. Dann wird speziell
für Ihr Tier und seine Situation ein Therapie- bzw. Trainingsplan
aufgestellt. Sie lernen verstehen, warum sich Ihr Vierbeiner
so verhält und wieso welche Maßnahmen sein Verhalten
verändern werden. Alle Maßnahmen beruhen auf dem
aktuellen Stand der Wissenschaft und den Erfahrungen aus meiner
täglichen Praxis.
In der Regel schließt sich ein gemeinsames praktisches
Training der speziellen Problemsituationen wie z. B. Hundebegnungen
oder Empfang von Besuch an. Es ist dabei schön zu sehen,
wie Hund und Halter durch das Training ein gutes Team werden,
sich gegenseitig besser verstehen und ihr Vertrauen in schwierigen
Situationen durch Erfolge wiedergewinnen.
Manchmal sind organische Ursachen wie Schmerzen, Infektionen
oder Stoffwechselstörungen etc. ursächlich am Problemverhalten
mitbeteiligt. Leider ersetzt eine medizinische Behandlung
nicht das Training, denn in der Regel gibt es neben organischen
Ursachen zusätzlich weitere Einflußfaktoren auf
das Problemverhalten. Außerdem hat sich der Hund das
unerwünschte Verhalten angewöhnt und muß durch
Trainingsmaßnahmen umlernen. Die Grunderkrankung muß
natürlich therapiert werden. Dies ist zum Wohle des Tieres
und zum erfolgreicheren und schnelleren Durchlaufen des Trainingsprogrammes
notwendig.
Eine kollegiale Zusammenarbeit mit Ihrem eigenen Haustierarzt
kommt allen entgegen.
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